Molli ...

wird eine der ältesten Schmalspurbahnen (Baubeginn 1886) im Bereich der ehemaligen DDR liebevoll genannt.
Sie fährt von Bad Doberan nach Kühlungsborn-West. Natürlich kann man Molli auch im Internet besuchen...... Tun Sie das doch mal !

Daten zur “Molly”

gebaut wurden      3 Exemplare

Radsatzanordnung         1´ D 1´

Höchstgeschwindigkeit 50 km/h

Laufraddurchmesser     550 mm

Treibraddurchmesser  1100 mm

Länge über Puffer    10595 mm

Leistung                       338 kW

Zylinder                                 2

Dampfart                 Heißdampf

Dienstmasse                  43,7 t

1. Baujahr                       1932

Kohlevorrat                    1,7 t

Wasservorrat                 4,25m³

Der erste 6,6 km lange Bauabschnitt der Strecke wurde am 9. Juli 1886 eröffnet.
Die Strecke ist insgesamt 15,4 km lang und ist die einzige 900mm-Trasse auf dem Gebiet der ehemaligen Reichsbahn.

 Anfangs fuhren hier die ehemaligen meckl. T7 (99 301-99 303) aus dem Jahre 1910, die die Trambahnloks und kleineren C-Loks der Startphase ersetzten. Diese wurden 1923 durch die meckl. T42 ersetzt (99 311-99 312 - 1924 kam 99 313 dazu), die bei Henschel & Sohn gebaut wurden. Damit fuhren erstmals D-Kuppler (D n²) auf der Strecke. 311 wurde bei Kriegsende 1945 ausgemustert, 312 und 313 blieben bis 1961 auf der Strecke. Bald genügten sie den Anforderungen an den gestiegenen Bäderverkehr nicht mehr. Deshalb gab die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft 1932 drei Maschinen mit der Achsfolge 1´D 1´ bei Orenstein&Koppel in Auftrag, die zu den schnellsten Schmalspurlokomotiven in Deutschland gehörten, sodaß die Reisegeschwindigkeit auf der Strecke stark angehoben werden konnte.

Das klingt zwar fast nach ICE-Bedingungen, hatte aber damals einen anderen Sinn.
Im Stadtgebiet von Doberan fährt Molli  mit 10 km/h durch die Strassen, um dann auf der Strecke auf 40 km/h zu beschleunigen.
In der Stadt sorgt das Läutewerk für die nötige Aufmerksamkeit der Leute.
Da die Züge mindestens 8, in Ausnahmefällen aber bis zu 13 Reisezugwagen (plus 1 PW) hatte, war das auch nötig.... Man hatte sogar an der Rückseite der Lok ein zweites Läutewerk angebaut.

Die Lok besitzt einen genieteten Kessel auf einem Blechrahmen. Das Zweizylinder- Heissdampftriebwerk ist mit Heusinger- Steuerung mit Kuhnscher Schleife ausgerüstet.

Das Bremssystem ist eine Knorr-Zweikammer- druckluftbremse. Ein Dampfturbogenerator (85V/5kW) versorgt Lok und Zug mit Licht.

Abweichend von anderen Schmalspurbahnen sind Schraubenkupplung mit losem Spannschloß und asymmetrisch angeordnete Brems- und Heizleitungen.

Alle drei 1932 georderten Maschinen versehen auch heute noch ihren Dienst auf der Strecke.

Da sollte man nicht versäumen, das tolle Erlebnis einer Fahrt mit Molli einfach einmal mitzumachen .

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