Umbau einer  BR 92 von Delta auf Schön
mit Führerstandsbeleuchtung und Roco “Telex”-Kupplungen

Bei der Modellbahnbörse in Bremen ist sie mir “zugelaufen”. Ich konnte bei der Schnuckeligen kleinen Dampflok einfach nicht wiederstehen. Sie war als Lok der DRG (goldene Schrift) zu bekommen, ein andere Händler hatte sie aber auch in der Version der DR Ost (mit der weissen Schrift). Das ist die 92 508, die im BW Cottbus beheimatet war.
Die Maschine stellt eine preussische T13 dar, die zwischen 1910 und 1922 gebaut wurden.

Das Modell kann als gelungen bezeichnet werden. Die filigrame Steuerung macht das Anschauen zum Genuss. Der im Delta-Modell (34133) verwendete Decoder ist aber das letzte, was man auf der Anlage braucht. Das fängt mit der Stirnbeleuchtung (2 Lampen!) an und endet bei der Regelbarkeit und der fehlenden Lastregelung....
Also wurde ein Kühn T145 ausgewählt, um das Modell aufzuwerten. Die Wahl ist nicht auf den kleinen Bruder N 025 gefallen, obwohl der ohne jedes Problem bestens in den vorhandenen Platz gepasst hätte. Bei der Gelegenheit sollte das Modell nämlich auch noch eine Führerstands- beleuchtung und die automatischen Kupplungen von Roco verpasst bekommen.

Nach dem Abnehmen des Gehäuses (zu dem die Puffer abgeschraubt werden) sieht es aufgerämt im Maschinchen aus.

Das ändert sich schnell nachdem die Abdeckung weggenommen ist.Unter der Anschlussplatine findet sich ein Mager-Delta-Decoder. Der klappert in einer Vertiefung einfach locker herum.

Die Vertiefung ist leider zu kurz, um den T145 aufzunehmen. Längs aber passt es gut.Eine kleine Probe mit der Abdeckung bestätigt den Eindruck.

Nun wird erst einmalgeschaut, wo denn die Kabel für die Rocokupplungen gezogen werden können. Die hintere Kupplung ist von den Tankimitationen abgedeckt. Links davon wird mittig gebohrt werden können. Bei der vorderen Kupplung (rechts) kann am Besten neben der Schraube schräg zur Ecke hin gebohrt werden.

Die Bohrung für die hintere Kupplung kommt direkt im “Kästchen” unte4r dem Decoder raus wo sie ideal kurz verdrahtet werden kann. Die für die vordere Kupplung (rechtes Bild) wird zur Ecke geführt und diese wird einfach weggekniffen, um die Kabel kurz verdrahten können

Die Kabel landen dann in dem Tunnel, in dem die Leuchte eingeklemmt ist (linkes Bild). In der Vertiefung lassen sich die Schrumpfschläuche der Verlängerungskabel ideal unterbringen.

Die Lampe ist fürs Bild entfernt...

Die Kabel werden mit ein wenig Heisskleber  fixiert....

Unter dem Decoder werden die Drosseln des Motoranschlusses untergebracht.

Unter der Schraube, die das Original- Anschlussboard hielt und mit Masse versorgte, wird ein Masseanschluss her- gestellt.

In der Mitte sieht man die Kabel der hinteren Roco-Kupplung aus dem Boden kommen. Rechts sind die beiden Anschlüsse der hinteren Glühlampe angeschlossen. Der blaue Draht ist der gemeinsame Hinleiter für Licht Kupplungen und Führerstandslicht.

Die Kabel werden relativ lang verdrahtet, damit der Decoder gut zur Seite geklappt werden kann..... Hinterher werden sie in dem grossen Raum versorgt werden.

Versuchsweise wurde einfach mal ein Rest von einer Tams-Beleuchtungsplatine auf die Abdeckung geklebt. Sie strahlt nach oben ab, was sich dann im Test nicht so gut darstellt.

Die Führerstandsbeleuchtung wird also noch geändert müssen......

Die ersten Kupplungsversuche liefen hervorragend. Die Fahreigenschaften sind unglaublich gut. Der Motor ist durch die hohe Ansteuerfrequenz recht leise. Bei Rangiergang ist beidseitige Beleuchtung zu sehen.
Zum Schutz der Kupplungen wird der Strom durch die Kupplungswicklungen (F2) nach jeweils 3 Sekunden unterbrochen.
Das Ergebnis der Umbauaktion kann sich sehen lassen, finde ich ......